Aus den Ferien: Neuland

Heute war ich auf unbekannten Pfaden unterwegs. Den Puls eines fremden Landes spüre ich erst richtig, wenn ich es laufend erkunde. Es erwarteten mich wunderschöne Aussichten und abwechslungsreicher Untergrund in atemberaubender Natur. Die Strecke wählte ich intuitiv und passte sie an, wenn sich ein Weg ins Nichts verlor. Auf solchen Touren finde ich mich wieder, komme zur Ruhe und geniesse ohne Wenn und Aber. Es ist ein Spiel mit dem Pfad: Joggen, rennen, hüpfen, wandern und Innehalten.

Eine Frage drängt sich in mein Bewusstsein: Was bin ich, wenn ich so abwechslungsreich unterwegs bin? Jogger, Wanderer, Läufer? Für mich ist schnell klar: ich bin Trailrunnerin. Trailrunning vereint viele unterschiedliche Bewegungsformen im Einklang mit dem Weg, der Natur und allen, die ebenfalls da draussen unterwegs sind.

Darum liebe ich diesen Sport. Darum ist das meine Leidenschaft. Trailrunning ist so viel mehr als Joggen in der Natur. Es ist mehr als ein Training das abgespuhlt wird. Trailrunning ist ein Erlebnis.

Mancher Jogger oder Wanderer mag dies für provokativ oder spitzfindig halten. Trailrunnig ist eigentlich nur ein neues Wort für etwas, das schon immer da war. Stimmt, Trailrunnning ist wohl die natürlichste und ursprünglichste Art für einen Menschen sich fortzubewegen. Neu ist aber, dass wir ein Grundverständnis für diese Sportart aufbauen. Sie bekommt einen Platz. Das gibt mir den Mut und die Freiheit, auch an unbekannten Orten selbstbewusst meine Trailschuhe zu schnüren, meine Weste zu packen und mein eigenes kleines Trailabenteur zu geniessen. Das ist aber nur die eine Seite. Wird eine Sportart verstanden, dann können neue und innovative Angebote entstehen. Ein Gewinn für alle – eigentlich.

Also, mach dich auf ins Neuland und erlebe dein eigenes Trailabenteuer! Noch skeptisch? Ich begleite dich gerne, wenn du magst.

Geschrieben von Angelika Lehmann.